Entwicklungsbericht 2022-2023

Biodynamische Bildung

Das Netzwerk Biodynamische Bildung besteht aus sechs Bildungsträgern im biologisch-dynamischen Landbau, der Biodynamischen Ausbildung im Osten, Süden und Westen sowie die Freie Landbauschule Bodensee und die Landbauschule Dottenfelderhof. Die Vereine gestalten seit vielen Jahren eine konsequent ökologische Ausbildung auf Demeter-Höfen und bieten hier aktuell gut 300 Ausbildungsplätze an.

Mann und Frau unterhalten sich auf Feld
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Netzwerk Biodynamische Bildung
Nationale Auszeichnung, Bildung für nachhaltige Entwicklung
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UNESCO

UNESCO Auszeichnung

Zum zweiten Mal hat das Netzwerk Biodynamische Bildung im Dezember 2022 von der UNESCO die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bekommen. Besonders überzeugte die Jury das vorbildhafte Engagement für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. 

Diese Auszeichnung ist eine willkommene Unterstützung, Anerkennung und Ansporn zugleich, denn sie hilft dabei, weiter aus der Nische herauszutreten und sichtbar zu werden. Die biodynamischen Ausbildungsinitiativen möchten einen relevanten Beitrag zur Nachwuchssicherung auf Demeter-Höfen sowie insgesamt zur Ökologisierung der landwirtschaftlichen Berufsbildung leisten.
Das Netzwerk Biodynamische Bildung besteht aus sechs Bildungsträgern: Der Biodynamischen Ausbildung im Norden, Osten, Süden und Westen sowie die Freie Landbauschule Bodensee und die Landbauschule Dottenfelderhof. Die Vereine gestalten seit vielen Jahren eine konsequent ökologische Ausbildung auf Demeter-Höfen und bieten hier aktuell gut 300 Ausbildungsplätze an.

Berichtenswertes aus jedem Bildungsträger

Im Norden wird intensiv an der Gründung der „Freien Höfeschule“ gearbeitet, der ersten biodynamischen Berufsschule in freier Trägerschaft in Deutschland. Um einen gelungenen Übergang zu schaffen, startet das Lehrjahr im Norden erst im September 2023. 

Mit der Umgestaltung des Verbandes wurde auch die Struktur der ostdeutschen Ausbildung neu gegriffen. Mit der 2022 gegründeten „ARVENSE lebendiges Lernen gGmbH“, hat die Ausbildungsarbeit nun eine eigenständige gemeinnützige Trägerorganisation bekommen, die als Tochter von Demeter im Osten vollständig im Besitz der Mitglieder liegt. 

Im Westen beschäftigt sich die Ausbildung intensiv mit der Weiterentwicklung des Curriculums in Methodik und Didaktik. Durch die Integration von erlebnisorientierten Lehrmethoden, wie z.B. praktischen Übungen, Feldarbeit, Gruppenprojekten und Reflexionsphasen, streben wir an, den Lernenden ein umfassendes und nachhaltiges Lernerlebnis zu ermöglichen. Unser neuer methodisch-didaktischer Ansatz in der biodynamischen Ausbildung im Westen zielt darauf ab, den Lernenden zu befähigen, ihr erworbenes Wissen praktisch anzuwenden und ihre Fähigkeiten zur biodynamischen und ökologischen  Landwirtschaft weiterzuentwickeln.

Im März beginnt in der Biodynamischen Ausbildung zum dritten Mal ein neuer Kurs. Damit ist die Ausbildungsinitiative jetzt vollständig in entfaltet. Die Ausbildungsbetriebe umfassen ganz Bayern und Baden-Württemberg, in jedem Bundesland gibt es Ausbildungsberater als Ansprechpartner für interessierte Betriebe. 

Nach mehrjähriger Planungsphase hat im Januar der erste Meisterkurs der Freien Landbauschule Bodensee begonnen. Um in einen schultypischeren Rhythmus zu kommen, beginnt der nächste Kurs schon im Oktober und ab dann immer im Herbst. Für die Landbauschule und für die ganze Biodynamische Bildungslandschaft ist dieser Biodynamische Meisterkurs ein großer Meilenstein. In der Grundausbildung freuen wir uns weiterhin über die rege Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Das neu aufgestellte Curriculum in Verbindung mit den Ressourcen an unserem Hauptschulstandort in Rengoldshausen hat sich bewährt und wird von uns permanent weiterentwickelt.

Im Sommer 2022 ist die Landbauschule Dottenfelderhof eine neue Kooperation eingegangen: Der Jahreskurs zur staatlich anerkannten Fachkraft für biologisch-dynamischen Landbau kann nun begleitend zur Meisterschule im Land Hessen begonnen werden. Nach Abschluss des Jahreskurses im September kann der Meisterkurs dann im Winterhalbjahr in Vollzeit weiterbesucht werden.

Auszubildende: 304, Anteil Männer / Frauen: 35 / 65%
Ausbildungsbetriebe: 275
Anteil an gärtnerischen Lehrlingen bundesweit: 3,5 %
Regionale Bildungsträger: 6
Mio. Aufwand für Ausbildung: 1,45

Jahresbrief 2023 - Ausbildung für die Vielfalt

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230317_DEM_Jahresbrief2023_Web.pdf
Dateigröße
3.96 MB
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